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1. Allgemeine Informationen zum Kurs

1.1. Um was für einen Kurs handelt es sich?

Es handelt sich unseres Wissens um den umfassendsten spanisch-deutschen Vokabelkurs, den es derzeit gibt. Er ist von einem kleinen Team von Idealisten erstellt worden und wird ausschließlich auf offenen Lernplattformen angeboten werden. Er umfasst die 5000 häufigsten Worte der spanischen bla bli blubSprache, ergänzt um ca. 2500 Wendungen und Sätze. Insgesamt sind es also etwa 7500 Karteikarten. Da die Statistiken (Spanisch-Deutsch und Deutsch-Spanisch) getrennt geführt werden, sind es funktional sogar 15.000 Karteikarten. Neben der Häufigkeitssortierung bietet der Kurs noch eine weitere Besonderheit, und zwar die „dritte Seite“. Die Karteikarten besitzen eine optionale dritte Seite, auf der Beispielsätze und allerlei Wissenswertes enthalten sind. So werden die Worte sofort in einen Kontext gebracht und zusammen mit diesem Kontext gelernt. Das entspricht der Art und Weise, wie das Gehirn Informationen speichert und verbessert zudem laufend das Sprachgefühl. Die für uns Deutsche besonders schwierigen Themen wie perífrasis verbales oder subjuntivo werden hier mit einer solchen Redundanz geübt, dass sie als Nebeneffekt dieses Vokabelkurses irgendwann einfach sitzen.

Der Kurs ist komplett mit computergeneriertem Audiomaterial bestückt (ca. 22.000 Dateien), das Spanische in lateinamerikanische Aussprache. Ferner enthalten etliche items auch Bilder, die das Lernen auflockern und als zusätzliche Erinnerungsanker fungieren. Außerdem werden hier auf dieser website sehr ausführliche Informationen zum Kurs, zur Lernsoftware und zu geeigneten Techniken und Strategien angeboten. 7500 Karteikarten zu lernen ist eine gigantische Aufgabe, und wir wollen Dir unsere Erfahrungen damit weitergeben. Davon wirst Du auch dann profitieren, wenn Du „nur“ 1500 oder 2000 Wörter lernen willst.

1.2. Für wen ist der Kurs geeignet? Auf welcher Lernsoftware ist er verfügbar? Wie wird gelernt? Wieviel Zeit muss man rechnen?

Grundsätzlich deckt der gesamte Kurs den Bereich von A1 bis C1 solide ab. Er eignet sich für jeden, der mindestens ein Aufbauvokabular von 1500 bis 2000 Wörtern lernen will, und umso mehr natürlich für all diejenigen, die sich das ehrgeizige Ziel gesteckt haben, einen wirklich umfassenden Wortschatz flüssig zu beherrschen. Es ist jedoch an sich kein Anfängerkurs. Einen Grundkurs Spanisch solltest Du auf jeden Fall schon absolviert haben, denn in den Beispielsätzen, die das Herzstück des Kurses bilden, werden von Anfang an die Verbformen des Präsens, des Imperfekts und des Perfekts benutzt. Auch der in Spanischkursen oft eher spät gelernte indefinido, der im überwiegenden Teil der Spanisch sprechenden Welt jedoch die Standard- Vergangenheitsform darstellt, sollte möglichst bald erlernt werden, wenn er noch nicht beherrscht wird, denn auch er wird von Anfang an benutzt! Unverzichtbar ist ferner eine gute systematische Grammatik. Und natürlich empfiehlt es sich, möglichst bald zusammenhängende Texte zu lesen, spanische und lateinamerikanische Filme mit Untertiteln anzuschauen, entsprechende Musik zu hören und vor allem aktiv Spanisch zu sprechen.

Mit der Lernsoftware, auf die der Kurs zugeschnitten ist (Flashcards Deluxe) lässt sich der Kurs extrem dynamisch anpassen (Ein- oder Ausschließen von ganzen Einheiten oder einzelnen Karten sowie Bestimmen des Wiederholungsintervalls für einzelne Karten während des Lernvorgangs). Das ist für einen Kurs dieser Größe sehr wichtig. Weitere Lernporgramme, für die eine Veröffentlichung geplant ist, sind memrise und Anki. Die Funktionsbeschreibungen beziehen sich im folgenden jedoch auf Flashcards Deluxe (FCD).

Das Abfrageprinzip dieses Kurses beruht nicht auf Kontrolle, sondern auf Selbsteinschätzung. Es gibt also kein Eintippen und kein multiple choice, sondern man gibt nach Überprüfung der Antwort mithilfe von Wischbewegungen oder über Buttons ein, ob man das item nicht konnte (falsch), konnte (richtig) oder sehr gut konnte (richtig –€ sehr sicher). Es handelt sich somit immer um aktives Lernen und aktives Beurteilen der eigenen Antworten. Ziel des Kurses ist die aktive Beherrschung der Vokabeln, Verbformen, Wendungen und Sä¤tze.

Dauer: Für den gesamten Kurs wird man bei zügigem und täglichem Lernen etwa 4 Jahre benötigen. Das entspricht einer Lerngeschwindigkeit von gut 100 Vokabeln plus 50 Wendungen oder Sä¤tzen pro Monat. Am Anfang mag die Geschwindigkeit höher sein, vielleicht bis zu 10 Vokabeln pro Tag, aber mit der Zeit nimmt der Umfang der zu wiederholen Vokabeln so zu, dass das Wiederholen den Löwenanteil einnimmt. Darauf muss man sich bei so einer Kursgröße unbedingt einstellen, zumal man von Vokabeln, für die man ewig lang überlegen muss, nichts hat.

1.3. Für Anfänger: Warum startet der Kurs nicht bei Null, was Verbformen und Grammatik angeht? Für Fortgeschrittene: Was tun mit Worten, die man schon kennt?

Die Worte, die ganz am Anfang kommen, sind zwar die häufigsten, aber keineswegs die einfachsten. Ganz im Gegenteil: Die sehr häufigen Worte besitzen eine besonders große Zahl an unterschiedlichen Bedeutungen, Wendungen und Gebrauchsformen. Es sind die großen, mächtigen und wichtigen Worte. Da der Kurs nun aber den Anspruch hat, nicht nur die 5000 häufigsten Worte als solche abzudecken, sondern den ganzen entsprechenden Sprachraum bis zu diesem „5000er-Niveau“ zu bieten, muss gerade bei den Basisworten eine große Menge an Informationen untergebracht werden, und zwar auf der 3. Seite der Karteikarte und in den Zusatzitems (s.u.). Das lässt sich auf Anfängerniveau, also nur mit einfachsten Präsenssätzen, nicht machen. Wir haben uns daher entschieden, gewisse Basiskenntnisse vom ersten Wort an vorauszusetzen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass auch Basisworte für den Fortgschrittenen interessant bleiben können.

Womit wir zur Frage kommen, was mit bereits bekannten Worten zu tun ist. Worte, die man schon kennt, kann man entweder komplett ausschließen oder nach hinten schieben (max. 1 Jahr). Es empfiehlt sich jedoch, zuerst zu überprüfen, ob man den ganzen angebotenen Bedeutungsraum verstanden hat. Auf der deutschen Seite finden sich meistens mehrere Begriffe, und auf Seite 3 gibt es Beispielsätze und weitere Infos zu dem Wort. Worte werden also gerade am Anfang nie eins zu eins abgehakt, sondern immer bis zu einem gewissen Grad ausgelotet . Erst wenn man diese Informationen aufgenommen hat, ist es sinnvoll, die Karteikarte auszuschließen oder zu verschieben.